MITMACHEN. NEUSTART MIT STEFAN NEPPL

Arbeitseinsatz beim Bauhof

Arbeitseinsatz für Stefan Neppl als "Praktikant" - Eindrücke aus erster Hand für mögliche künfige Aufgaben

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Arnbruck. Während landauf, landab die Bürgermeisterkandidaten mit den Bauhofmitarbeitern das Gespräch suchen, schlüpft einer in die Arbeitskleidung und packt für zwei halbe Tage mit an. Stefan Neppl kandidiert für das Bürgermeisteramt und informiert sich umfassend über den Bauhof. Dass er dabei selbst zum Werkzeug greift, beeindruckt die Arbeiter. "Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass man nicht lange im Weg rumsteht, sondern anpackt, wenn Arbeit da ist", entgegnet Neppl.

Der Bürgermeisterkandidat begleitet Wasserwart Markus Spannagl bei seiner wöchentlichen Inspektionstour durch das Gemeindegebiet. Nach der wöchentlichen Wartung und Kontrolle der Hochbehältertechnik geht’s raus: Pumpstationen kontrollieren. „Rein in den Schacht, raus aus dem Schacht“, so lernt man die gemeindliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung hautnah aus der praktischen Sicht kennen, und Neppl freut sich über seinen ungewöhnlichen Einsatz.

Am zweiten Tag geht’s gleich mit einer Routineaufgabe weiter: die aufgestellten Hundekotbehälter leeren und mit neuen Tüten bestücken. „Aber es freut mich, dass die Behälter gut angenommen werden“, meint der Familienvater.

Auch beim Vorbereiten einer Straßensperre zur Umleitung packt Neppl mit an. Am Sonntag ist Faschingszug, also werden die Umleitungsschilder und Absperrbaken schon mal aus dem Lager geholt und neben der Straße platziert, so dass sie kurz vor dem Umzug griffbereit sind.

Natürlich kommt man neben der Arbeit auch zum Reden, was man verbessern könnte und wie Arbeitsabläufe besser gestaltet werden könnten. So sei ein Bauhofgebäude, das genügend Platz für ein Werkzeuglager, eine Werkstatt und die Bauhoffahrzeuge, sowie für einen längst überfälligen Sozial- und Pausenraum bietet, notwendig. Wenn dieses jedoch außerhalb des Ortskerns errichtet wird, so müsse man trotzdem einen Raum im Ort behalten, in dem die Utensilien gelagert werden, die man ständig braucht. Denn schließlich sollte man nicht für jede Kleinigkeit ins Gewerbegebiet fahren müssen.

In gebücktem Schritt geht’s im Keller des Panoramabads um das Schwimmbecken herum. Beim Kontrollgang mit Bademeister Josef Wanninger zeigt sich teilweise veraltete Technik. Auch wenn sie momentan noch funktioniert, müsse man sich darauf gefasst machen, dass eine größere Sanierung in nächster Zeit anstehe.
Über sein „Praktikum“ ist der 32-jährige Hötzelsrieder sehr dankbar. „Sehr vielseitig sind die Tätigkeiten als Bauhofmitarbeiter“, so sein Resümee. Dass er selbst mit anpackte, sieht er auch als Ausgleich dafür, dass ihm vielschichtige Einblicke in den gemeindlichen Einrichtungen gezeigt wurden und er die dadurch verloren gegangene Arbeitszeit der Bauhofangestellten wieder ausgleichen konnte.

Viele große und kleine Entscheidungen im Gemeinderat haben sofortige Auswirkungen auf die tägliche Arbeit der Bauhofmannschaft, und vieles muss sehr kurzfristig erledigt werden. „Aber es ist was ganz anderes, ob man in der Gemeinderatssitzung darüber redet, oder ob man an vorderster Front betroffen ist“, so Neppl.