Überzeugt von der ILE

SPD-Gemeinderäte der Zellertal-Gemeinden sehen viel Potential – Treffen in Arnbruck

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Arnbruck. Mehrwert generieren und Kosten einsparen – unter diesem Motto stehen die Treffen der SPD-Gemeinderäte der ILE Zellertal, zu der neben den Gründungsmitgliedern Arnbruck und Drachselsried mittlerweile auch Bodenmais und Langdorf gehören.

Sehr erfreut zeigte sich die Runde über das erste gemeinsame Projekt der vier Zellertalgemeinden, das so gut wie umgesetzt ist. Die vier Gemeinden haben einen IT-Spezialisten eingestellt, der seinen Dienst bereits angetreten hat. Hierzu wird gerade in den Räumen der Arnbrucker Gemeindeverwaltung umgebaut, um Platz für Büro und Ausstattung zu schaffen. Der neue Mitarbeiter wird von da aus per Fernwartung auf die EDV der übrigen Gemeindeverwaltungen zugreifen und im Bedarfsfall Arbeiten vor Ort in den einzelnen Kommunen erledigen. Die Kosten werden nach einem festgelegten Schlüssel aufgeteilt, später soll bei Bedarf nachjustiert werden, um die Kostengerechtigkeit zu wahren.

Die Aufgaben im IT-Bereich werden aufgrund gesetzlicher Vorgaben immer umfangreicher, eine Gemeinde alleine könnte so eine Kraft jedoch nicht alleine auslasten und bezahlen. Durch die gemeinsame Einstellung eines IT-Experten müssen Aufgaben nicht an hochpreisige externe Dienstleister vergeben werden, gleichzeitig kann das Personal in den Verwaltungen sich wieder mehr ihren Kernaufgaben widmen.

Diese Art der Beschäftigung ließe sich auch auf andere Bereiche übertragen. So entstand aus der Runde die Idee, auch über einen gemeinsamen Bauingenieur oder erfahrenen Bautechniker nachzudenken. Jede Stadt habe einen Stadtbaumeister, kleine Kommunen seien hier im Nachteil, weil sie alles an externe Ingenieurbüros vergeben müssten. Alle Anwesenden sahen in dem Vorschlag von Ludwig Haydn aus Langdorf einen sehr guten Ansatz, über den man in den einzelnen Gemeinderatsgremien nachdenken sollte. Hier entstünde weiteres Einsparpotential, damit die Kommunen mehr Geld für Investitionen frei hätten oder um die Haushalte konsolidieren zu können.

Als bestes Beispiel für gelungene Zusammenarbeit sehen die Gemeinden Arnbruck und Drachselsried im Abwasserzweckverband Zellertal und in der gemeinsamen Zusammenarbeit im Tourismus. Die Pläne zur Schaffung einer gemeinsamen Tourist-Info laufen trotz Hindernissen nach wie vor auf Hochtouren, wussten die beiden Bürgermeister Hermann Brandl und Hans Hutter zu berichten.
Dass es bei der Umsetzung von ILE-Projekten auch Unstimmigkeiten und Uneinigkeit zwischen den Gremien gebe, ist für die anwesenden Gemeinderäte und SPD-Vorstandsmitglieder kein Problem. Es sei legitim, bei einem Projekt auch mal nicht dabei zu sein, wenn eine Gemeinde keinen Vorteil für sich daraus sehe.

Es war bereits das dritte offizielle Treffen dieser Art. Eingeladen hatte diesmal der SPD-Ortsverein Arnbruck unter der Leitung von Robert Trum. Zahlreiche SPD-Gemeinderäte und Vorstandsmitglieder sind seiner Einladung gefolgt.
ILE steht für integrierte ländliche Entwicklung, wobei Gemeinden selbstbestimmt in ausgewählten Bereichen enger zusammenarbeiten und dadurch alle Beteiligen einen Vorteil erzielen.